Archiv für den Monat: März 2014

Inbetriebnahme des Kameramoduls – RaspiCam

Montage

Das Kameramodul wird über die CSI – Schnittstelle mit dem RaspberryPi verbunden. Dieser befindet sich zwischen dem Ethernet- und dem HDMI-Port. Um das Flachbandkabel des Kameramoduls anzuschließen, muss der schwarze Teil der CSI-Schnittstelle nach oben gezogen werden. Anschließend kann das Flachbandkabel mit der blauen Markierung in Richtung Ethernet-Port in den Steckverbinder geschoben werden. Zum Fixieren wird nun der schwarze Steckverbinder wieder nach unten gedrückt.

RaspiCam

Aktivierung und Inbetriebnahme

Nachdem das Kameramodul verbunden ist, kann der Raspberry eingeschalten werden. Das System sollte auf dem aktuellen Stand sein. Ein Upgrade des Systems macht man mit

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
[/sourcecode]

Aktiviert wird das Modul im Konfigurationsassistent. Diesen ruft man mit

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
sudo raspi-config
[/sourcecode]

auf. Hier wählt man Punkt 5 „Enable Camera“ mit Hilfe der Pfeiltasten an und bestätigt mit Enter. Im darauffolgenden Fenster bewegt man den Cursor mit den Pfeiltasten auf Enabled und bestätigt wieder mit Enter. Das Kameramodul ist nun aktiviert. Den Assistenten verlässt man nun über Finish. Im Anschluss wird man gefragt, ob ein Reboot durchgeführt werden soll. Hier bestätigt man mit Ja.

Test des Kameramoduls

Um einen Test des Kameramoduls durchzuführen, kann folgender Befehl genutzt werden.

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
raspistill -o test.jpg
[/sourcecode]

Nun wird für 5 Sekunden das Bild des Kameramoduls angezeigt und anschließend wird ein Foto gemacht. Das Foto wird unter dem angegebenen Namen gespeichert. Der Zielort ist hier der Ort, an dem man sich im Terminal befindet.

Der Befehl kann wie folgt angepasst werden, um zum Beispiel das aufgenommene Foto auf dem Desktop zu speichern. „pi“ ist der Benutzer und muss ggf. noch angepasst werden.

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
raspistill -o /home/pi/Desktop/test.jpg
[/sourcecode]

Weitere Funktionen

Alle Funktionen kann man aus der RaspiCam Dokumentation entnehmen. Interessant für den Anfang könnten noch Video- und Zeitrafferaufnahmen sein.

Videoaufnahmen

Ein Video wird wie folgt aufgenommen

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
raspivid -o test.h264 -t 5000
[/sourcecode]

Der Speicherort kann wie bei der Fotoaufnahme auch hier angepasst werden. Die Dauer des Videos wird mit -t in Millisekunden angegeben. Für das Beispiel wären das 5000 ms (Entspricht 5 Sekunden).

Zeitrafferaufnahmen

Für eine Zeitrafferaufnahme nutzt man folgenden Befehl

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
raspistill -tl 1000 -t 20000 -o foto%04d.jpg
[/sourcecode]

Mit dem Zusatz -tl gibt man vor, wann ein Foto gemacht werden soll. In diesem Beispiel ist das alle 1000 ms (jede Sekunde).  Bei -t gibt man die Dauer des Zeitraffers an. In diesem Beispiel sind das 20000 ms (20 Sekunden). Auch hier kann nach -o wieder der Speicherort angepasst werden. Mit %04d definiert man, dass die Dateinamen der Einzelaufnahmen eine 4-stellige fortlaufende Nummerierung bekommen.

Inbetriebnahme der GPIO-Ports des RaspberryPi

Um die GPIO-Ports in Betrieb nehmen zu können werden folgende Pakete benötigt:

  • Python Entwicklungstools
  • Python GPIO Library

Die GPIO – Ports können auch ohne der Library benutzt werden. Allerdings macht sie die Arbeit viel komfortabler.

 

Schritt 1: Installation der Python Entwicklungstools

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install python-dev
[/sourcecode]

 

Schritt 2: Installation der Python GPIO Library

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
apt-get install python-rpi.gpio
[/sourcecode]

 

Schritt 3: Code

Der Code wird unter dem Dateinamen gpio.py gespeichert. Dieser kann natürlich angepasst werden.

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
#! /usr/bin/python

import time
import RPi.GPIO as GPIO

#Setup der GPIO-Ports
GPIO.setwarnings(False)
GPIO.setmode(GPIO.BOARD)

#Definition der GPIO-Pins 3, 5, 7 als Ausgang
GPIO.setup(3, GPIO.OUT)
GPIO.setup(5, GPIO.OUT)
GPIO.setup(7, GPIO.OUT)

#Endlosschleife
while True:
#GPIO 3 auf HIGH setzen, 2 sec warten und auf LOW setzen
GPIO.output(3, GPIO.HIGH)
time.sleep(2)
GPIO.output(3, GPIO.LOW)

#GPIO 5 auf HIGH setzen, 2 sec warten und auf LOW setzen
GPIO.output(5, GPIO.HIGH)
time.sleep(2)
GPIO.output(5, GPIO.LOW)

#GPIO 7 auf HIGH setzen, 2 sec warten und auf LOW setzen
GPIO.output(7, GPIO.HIGH)
time.sleep(2)
GPIO.output(7, GPIO.LOW)

[/sourcecode]

 

Schritt 4: Script starten

Das Script wird über den Terminal gestartet.

ACHTUNG: Man muss sich im selben Ordner befinden, in dem auch das Script gespeichert ist. Am einfachsten kann man das sicherstellen, indem man den Ordner öffnet in dem sich das Script befindet und dann über

„Werkzeuge“ -> „Aktuellen Ordner im Terminal öffnen“

den Terminal startet und folgendes eingibt.

[sourcecode language=“python“ wraplines=“false“ collapse=“false“]
sudo python gpio.py
[/sourcecode]

Gestoppt werden kann das Script mit CTRL + C.

Um den Code zu testen kann man sich einen kleinen Tester mit LED´s aufbauen. Die LED´s sind wie folgt anzuschließen:

gpio

Die Spannung an den GPIO´s beträgt 3,3V. Die Vorwiderstände berechnen sich wie folgt.